Schönheit auf dem Küchenfensterbrett

Da heute wieder der schöne Mittwoch ist und sich am schönen Mittwoch Schönheit zeigen sollte (seit vorvorvorletztem Mittwoch zumindest), habe ich mal wieder versucht, Schönheit zu dokumentieren. Hier das Ergebnis:


Basilikum, der am Stängel bereits etwas angegarbt, verdorben scheint, etwas modrig und auch schon leicht zu muffen beginnt, wie der Kompost auf der Längsseite eines Berliner Kleingartens, den sich eine urbane – und damit von Natur aus leicht naturentfremdete –, junge Familie angemietet hat, um rauszukommen, abzuspannen und einfach mal abzuschalten, also süßlich riecht und bitter und ein wenig hoffnungslos und er [der Basilikum!] dabei seine letzten Blätter hängen lässt, altersmüde und sachte, sehr vorsichtig, da er – mutig interpretiert – zumindest eine Sache im Leben gelernt hat und zwar, dass alles Leben nicht nur köstlich, sondern kostbar ist, weshalb auch er seine nicht mehr mitmachen wollenden Blätter sanft trägt, fast bescheiden und gütig, was spürbar wird, wenn man für 30 Sekunden mal die Fresse hält – dieser Basilikum, wie dem auch sei, ist zeitlos, trostlos schön. Fast so schön wie Rosmarin. Aber nur fast.   


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