#Mikroliteratur: Das Morgengebet

Würdevoll gehen, selbst empfunden, Tag für Tag. Die eigene sichernd und die der anderen. Nicht selbstversunken und gramvoll, nicht selbstzweifelnd, nicht grotesk und fremd sich fühlend, nicht verstoßen, verstohlen, ungewollt. Nicht einer höheren und ungnädigen Macht unterworfen, sondern mit befreiten, entschleimten Kiemen veratmen, was kommt und was kommen soll. Mit einem Mikrolächeln über die Nichtigkeit von allem in der Visage, aber jederzeit bereit, es ernst zu meinen, ernst zu machen in glühender Leichtigkeit und gewissenhaft. Erst dann alles wiederkommen lassen. Und aufs Neue.

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