Schönheit im Absagen

Da heute wieder der schöne Mittwoch ist und sich am schönen Mittwoch Schönheit zeigen sollte (seit vorvorvorvorvorletztem Mittwoch zumindest), habe ich mal wieder versucht, Schönheit zu dokumentieren. Hier das Ergebnis:


Wenn man aufwacht an einem Sonntag, in einer Woche, die lang war, in einem Monat, der sich verkleidet als bärtiger Mann an der Kasse, dessen Arschbackentrennungsmulde über die ausgewaschene Bluejeans linst, und alles zu ziehen beginnt am eigenen Leib, was nicht ziehen, ja, was nicht einmal zupfen sollte und man in seine Wahrnehmung hineinluchst und diese nichts weiter ist als ein Mosaik von Situations- und Emotionsfragmenten, vor dem man stets zu viel Zeit, staunend und zweifelnd, verbringt, und sich bereits eine in Worten nur schwierig formulierbare Trauer heranschleicht, katzen-[und damit auch immer ein wenig bös-]artig und dann aber ein Anruf auf dem Seltene-Erde-und-kritische-Rohstoffe-Gerät eintrifft, der verheißt, dass ein Termin, vor dem man sich innerlich die ganze Woche bereits gefürchtet hatte, weil man an diesem wieder hätte performen müssen, obwohl man sich gar nicht nach performen fühlt, plötzlich ausfällt und man etwas mehr Zeit, die natürlich [zwangsläufig] den Sturzbach hinuntergehen wird [wie Sherlock Holmes], gewonnen hat, die man dann ungenutzt verstreichen lassen kann, dann ist das schön. Für ca. 25 Minuten und 14 Sekunden. Reicht ja auch.  


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