Schönheit im Hirn (und wie Sabine zurecht anmerkte: auch im Herz?)

Es gab wieder einen Versuch. Schönheit zu dokumentieren:


Wenn kurz, nach dem Einatmen, mit einer simplen Idee im Kopf – einer übersimplen, unterkomplexen Idee, die eigentlich nicht wahr sein kann, weil sie das unüberwindbar erfahrbare Konzept von Zeit hinterfragt, indem sie behauptet: „alles ist bereits da“ – irgendwo im Brustkorb, relativ mittig, ein Ziehen auftritt, das das Gegenteil von unangenehm ist, aber sich sonst als ein vages Etwas wahrnehmen lässt und direkt im Anschluss an dieses Ziehen, so etwas wie ein Glücksgefühl entsteht, direkt beim Ausatmen, als würde eine Last abfallen, als würde alles verwirrende, chaotische, missgünstige und traurige dieser Welt den Nasenlöchern und Lungenflügeln und Röhren und Schläuchen des Körpers entweichen, als wäre plötzlich tatsächlich für einen Moment alles da und alles wäre gut und es gäbe nichts, gar nichts, nicht mal ein fucking µ an diesem Zustand auszusetzen, dann ist das schön. Oder vielleicht viel mehr.


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