Schönheit im Garten

Ich habe wieder versucht, Schönheit zu dokumentieren. Hier das Ergebnis:


Wenn ein kleines, im Allgemeinen zappliges, da bewegungsaktives, da entwicklungsbedingt bewegungsaktives Wesen im eigenen Arm verweilt, auf einen verschmutzten Sumpf aus Chlorwasser und Abfällen von Laub- als auch Nadelbäumen zeigend ruft „Eis, Eis!“, während man bemüht ist, aufzuklären, dass es sich lediglich im Winter um eine Vereisung handele, jetzt jedoch um ein aufgetautes Liquides und gleichsam bemüht ist, mit einer fast modrigen Holzplanke eine dem Ertrinken nahe Fliege aus der verschmutzten Versumpfung [die man in gereinigtem Zustand „Pool“ schimpft] zu fischen, was trotz [oder vielleicht sogar wegen] des zappligen Wesens gelingt, die von dicken Tropfen erdrückte Fliege auf der Planke sich schüttelt und zum Trocknen verweilt und man gerade eine gute Tat vollbracht hat, an die sich [vielleicht aufgrund der vielleicht noch nicht ausgereiften Gedächtnisleistung des zappligen Wesens] wahrscheinlich niemand erinnern wird, die fast niemand gesehen hat und von geringer Bedeutung [zumindest würde man wohl so in Bezug auf die menschlichen Angelegenheiten urteilen] und doch zugleich von zentraler Bedeutung [da ein Leben gerettet wurde] ist, dann finde ich das irgendwie schön. Es ist brüchig, es ist flüchtig, es ist vielleicht nie geschehen [da es keine Beweise gibt]. Aber schön.


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