Neu! Eine Disability Story

Hallo liebe Leser*in, es gibt eine neue Disability Story und zwar hier:

Anil will in die Psychiatrie. Er schlägt sich so lange, bis es ihm gelingt. Er „rastet“ aus an einem öffentlichen Ort, wo es jeder sehen kann. Sein Umfeld reagiert zynisch und beschreibt Anil als einen hoffnungslosen Fall. 

Hauptsächlich ist auch diese Geschichte eine Kritik über schlechte Urteile – zunächst in der pädagogischen Arbeit, aber schließlich auch im universellen Sinne.

Weiterhin kam mir – durch einen Rat der außergewöhnlich talentierten Linda Udre – die Frage in den Sinn, ob „Disability Stories“ tatsächlich die richtige Bezeichnung für diese Geschichten ist. Wahrscheinlich nicht, denn tatsächlich handeln diese Geschichten nur zweitrangig von Behinderung und es sind keine schönen, inspirierenden Geschichten der Überwindung (wie es sie auch geben sollte), sondern gerade des Scheiterns. Es handelt sich dabei jedoch um ein Scheitern des Urteilens und Handelns der Mächtigeren in diesem sozialen Feld. Daher meinte Linda: Disabling Institutions wäre ein passenderer Name, da dieser sowohl die Institutionen als behindernd beschreibt als auch als Versuch verstanden werden kann, diese Institutionen zu „disabeln“ [im Sinne von ausschalten, unfähig machen] – wenngleich diese Stories keinen umstürzlerischen Effekt haben sollen, sondern einen reflektierenden und dadurch verändernden.

Was meint ihr? Gibt es jemanden da draußen, der eine Lösung für dieses Namensproblem hat? Oder eine Idee?

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